29. Oktober 2015

Unter Sternen im Amazonas

Das Amazonasbecken, das fast die gesamte nördliche Hälfte Südamerikas umfasst, fasziniert. Wir trauen uns für drei Tage hinein in das grosse Grün: Wir angeln aus einem ausgehöhlten Baumstamm heraus Piranhas, essen Würmer und campen neben Alligatoren und Taranteln unter einem funkelnden Sternenhimmel. 

Beim Landeanflug auf Iquitos im Nordosten Perus ist weit und breit nur Grün zu sehen. Die Stadt liegt mitten im Dschungel. Sie ist nur per Flugzeug oder Boot erreichbar, keine Strasse verbindet die Region, die als ärmste Perus gilt, mit dem Rest des Landes. Wir sind auf alles gefasst, stellen uns auf Schotterstrassen, Dreck und wenig Komfort ein. Doch schon die Fahrt ins Stadtzentrum zeigt, wie sehr wir uns getäuscht haben: Es gibt massenhaft Hotels, Restaurants und Bars, Supermärkte, Einkaufszentren, Casinos und sogar WiFi. Und vor allem gibt es eines: Lärm. Iquitos ist wahrscheinlich die lauteste Stadt, in der wir je waren. Zum Glück geht es am nächsten Tag für die richtige Dschungelromantik raus aus der Stadt und mit dem Boot vier Stunden flussaufwärts.

16. Oktober 2015

Bilderbuchmomente in Peru

Immer wieder auf dieser Reise gibt es Augenblicke, die uns ob ihrer Schönheit und Anmut die Sprache rauben. Meist haben wir sie uns körperlich hart erarbeitet. Wie in Peru: In Huaraz belohnt uns der Anblick der Laguna 69 vor der Andenkulisse, in Llahuar das Bad in den wahrscheinlich schönsten Thermalquellen der Welt.

Fast ein Jahr nach dem grandiosen Ausblick über die Vulkane in Ostjava rührt mich in Peru erneut eine Naturschönheit zu Tränen: die türkisblau schimmernde Laguna 69, die sich uns nach einem anstrengenden Aufstieg in der Cordillera Blanca auf 4600 Meter offenbart.

28. September 2015

Streik!

Was tun, wenn man mit der Politik seiner Regierung nicht einverstanden ist? In Ecuador wird gestreikt. Und zwar im ganzen Land. Es werden Strassensperren errichtet und Proteste organisiert. Dumm nur, dass wir genau an diesem Tag aus einem kleinen Dorf in den Bergen ins knapp 170 Kilometer entfernte Baños fahren wollen.

Keine Busse heute, heisst es. Warum? „Paro nacional“ erklärt der junge Typ, der uns in seinem Pickup ins nächste Dorf fährt. Ja ja, denken wir uns, wie oft schon hat uns jemand erzählt, dass genau heute keine Busse fahren würden. Das klären wir dann lieber mal selbst ab. Hätten wir damals schon gewusst, was paro heisst, hätten wir uns das mit der Reise an diesem Tag vielleicht nochmals überlegt.

15. September 2015

Familienausflug auf 4800 Meter

Wir kommen aus einem Land mit vielen Bergen. Wir sind uns die Höhe gewöhnt. Oder? Nun liegt in Ecuador allein die Hauptstadt bereits auf fast 3000 Metern über Meer. Und von hier geht es für uns noch höher: zum ersten Mal auf über 4000 Meter.

Die Luft wird dünner, das Atmen anstrengender. Unsere Pausen werden häufiger. Der kalte Wind bläst uns den Schneeregen ins Gesicht. Die Wolken scheinen hier oben viel schneller vorbeizuziehen, als wir es uns gewöhnt sind. Sie umspielen die majestätisch in den blauen Himmel hinaufragenden Berggipfel um uns herum und lassen immer wieder ein paar leider nur wenig wärmende Sonnenstrahlen durchblitzen. Wir sind auf dem Cotopaxi, dessen schneebedeckter Gipfel sich bei schönem Wetter noch in Quito erkennen lässt. Er ist eine Schönheit, dieser Vulkan. Und wir wollen rauf. So weit es eben geht ohne Kletterausrüstung.

30. August 2015

Bilder aus einer anderen Welt

Fantastisch, unglaublich, traumhaft auch fast ein Monat danach fehlen uns ausser vielen Superlativen weiterhin die Worte, um unseren Trip auf die Galápagos-Inseln zu beschreiben. Deshalb lassen wir für einmal vor allem Bilder sprechen.

Viel zu schnell gingen die elf Tage im Paradies vorbei. Wie eine andere Welt fühlten sich die Inseln an, die wir auf unseren Besuchen mit Seelöwen, Iguanas, Pelikanen, Albatrossen, Pinguinen und Schildkröten teilten. Die Yacht Angelito schipperte uns ganz in den Norden nach Genovesa, wo uns teilweise nur Zentimeter von den Nestern der Blaufuss-, Rotfuss- und Nascatölpel trennten, und später ganz in den Südosten zu einer der ältesten Inseln des Archipels und meinem ganz persönlichen Liebling: Española. Aber genug der Worte, denn Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend davon.
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