26. Dezember 2014

Kochkurs auf Thailändisch

Thailand ist – gerade nach der nicht so aufregenden Küche Indonesiens ein echtes Schlaraffenland für uns. Auf dem Foodwalk in Bangkoks Viertel Bangrak probieren wir uns durch die vielseitigen Gerichte jenseits von Pad Thai und Curry. Und im Kochkurs in Chiang Mai lerne ich, einige dieser Leckereien selbst zuzubereiten.

Vor mir auf dem Tisch steht ein massiver Mörser aus Stein. Daneben, in einer kleinen Schale, liegen bereits die Zutaten für die gelbe Currypaste, die ich gleich zubereiten werde: Zitronengras, Knoblauch, eine Frühlingszwiebel, ein Stück Ingwer, Limettenschale, verschiedene Gewürze und – natürlich – Chili. Während Sammy, auf dessen schöner, friedlicher Farm wir uns gerade befinden, über die verschiedenen Arten von Chilis in Thailand spricht, warte ich voll motiviert darauf, all die Zutaten vor mir zu einem gelben Brei zu zermatschen.

Wir bereiten sechs Gänge zu, und pro Gang stehen drei Gerichte zur Auswahl. Ich koche gelbes Curry, gehacktes Huhn mit Thai-Basilikum, meine geliebte Suppe Tom Kha Gai und meinen Favoriten: Som Tam, für uns wohl besser bekannt als grüner Papayasalat. Schon einige Male hatte ich den scharfen Salat probiert, schliesslich wird er oft an Märkten und auf der Strasse für wenig Geld verkauft. Bei der Bestellung eines Papayasalats ist die Anmerkung ped nid noi besonders wichtig: „ein bisschen scharf“. Das heisst dann, es werden „nur“ zwei Chilis beigefügt.






Für alle Kochfans, die Lust haben, Som Tam selbst zuzubereiten, ist hier Sammys Rezept – inklusive Tipps für eine europäische Alternative des Salats.

Zutaten

1 grüne, d.h. unreife Papaya (oder Gurken, Karotten... siehe Tipps unten)
2 Tomaten
3 asiatische Spargelbohnen (aus dem Asia Shop – oder weglassen)
2 Knoblauchzehen
1 Limette
1 Esslöffel Fischsauce
1 Esslöffel Palmzucker
frische Chilis
gehackte, geröstete Erdnüsse
getrocknete Shrimps

Zubereitung

  1. Die Papaya mit einer Gemüsereibe raffeln, die Tomaten achteln, die Bohnen in ca. 3cm lange Stücke schneiden
  2. Den Knoblauch und die Chili(s) im Mörser sanft zerstampfen
  3. Fischsauce, Zucker und Limettensaft damit vermischen
  4. Papaya, Bohnen und Tomaten beifügen
  5. Getrocknete Shrimps und geröstete Erdnüsse hinzufügen

Tipps

  • Ist im Asia Shop keine grüne Papaya zu finden, funktioniert der Salat auch mit grüner Mango, Gurke, Rettich, Karotten oder mit grünen Äpfeln.
  • Anstatt Tomaten und Spargelbohnen können auch Karotten oder anderes Gemüse bzw. Früchte hinzugefügt werden, schliesslich geht es dabei hauptsächlich um die Farbe.
  • Mag man keine Fischsauce, geht auch Sojasauce. Auch die Shrimps können selbstverständlich weggelassen werden. 

1 Kommentar:

  1. Der Salat tönt ja sehr fein und das Gericht eigentlich einfach. Wenn ich es richtig verstehen, kann ich gewisse Zutaten weglassen und/oder durch andere ersetzten. Super so eine Kochweise kommt mir doch sehr entgegen ;-) Wenn es nicht klappt, muss ich halt dann warten bis du es mir zubereitest!
    So schön scharf hätten wir die letzten Tage auch gebrauchen können, wegen der Wärme die erzeugt wird. Wir haben die besten Tage in Annecy ausgesucht - eisige Kälte bis -9 Grad und heftiger Schneefall. Zum Glück sind wir am Freitag gefahren und hatten wenigstens einen Tag noch Sonne und angenehme Temperaturen. Also der Winter ist inzwischen auch in der Schweiz eingetroffen. Jetzt könnt ihr die schönen warmen Tage umsomehr geniessen ;-)

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